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Cardiance Group · Schweiz

Koronarangiographie
Herzkranzgefässe millimetergenau sichtbar

Die Koronarangiographie zeigt, ob und wo Ihre Herzkranzgefässe verengt sind — und wie stark. Ambulant an zwei Standorten: Ergolz Klinik Liestal und Cardiance Clinic Pfäffikon SZ. Befund im Anschluss besprochen, erste Termine innerhalb von 48 Stunden verfügbar.

Telefon Liestal: +41 61 906 92 92 · Pfäffikon SZ: +41 52 303 47 47

 · Medizinisch geprüft: FMH-Fachärzte für Kardiologie, Cardiance Group · Quellen: ESC Guidelines 2024, SGK, BAG KVG Art. 25

3

Herzkranzgefässe werden dargestellt

≥ 70 %

ab hier gilt eine Engstelle als bedeutsam

< 1 / 1'000

schwere Komplikationen

48 h

bis zum Termin

Schnellantwort

Die Koronarangiographie ist die Röntgendarstellung der Herzkranzgefässe mit Kontrastmittel und gilt als Goldstandard zur Abklärung der koronaren Herzkrankheit. Eine Verengung gilt ab etwa 70 % des Gefässdurchmessers als bedeutsam, im linken Hauptstamm bereits ab 50 %. Im Graubereich dazwischen entscheidet eine Druckdrahtmessung (FFR ≤ 0.80 oder iFR ≤ 0.89), ob eine Behandlung nötig ist.

Quellen: European Society of Cardiology (ESC), Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie (SGK). Stand: Q2 2026.

01 — Definition

Was ist eine Koronarangiographie?

Koronarangiographie — die gezielte Darstellung der Herzkranzgefässe (Koronararterien) im Röntgenbild. Über einen dünnen Katheter wird jodhaltiges Kontrastmittel direkt in die Gefässe gespritzt. Weil sich das Kontrastmittel im Röntgenbild abbildet, wird der gesamte Gefässbaum als bewegtes Bild sichtbar — und mit ihm jede Engstelle, jeder Verschluss und jeder Umgehungskreislauf.

Der Unterschied zur Herzkatheteruntersuchung: Diese ist der Oberbegriff für alle Untersuchungen über einen Katheter am Herzen — einschliesslich Druckmessungen in den Herzkammern und der Beurteilung der Herzklappen. Die Koronarangiographie ist der Teil davon, der sich auf die Herzkranzgefässe konzentriert. Da dieser Teil bei nahezu jeder Untersuchung stattfindet, werden beide Begriffe im Alltag meist gleichbedeutend gebraucht.

Welche Gefässe werden dargestellt?

Das Herz wird von drei grossen Arterien versorgt. Sie und ihre Seitenäste werden nacheinander sondiert und aufgenommen:

  • RIVA (Ramus interventricularis anterior, international LAD) — die vordere Herzkranzarterie, versorgt die Vorderwand
  • RCX (Ramus circumflexus) — die seitliche Arterie, versorgt die Seitenwand
  • RCA (rechte Koronararterie) — versorgt Hinterwand und häufig den Sinusknoten

RIVA und RCX entspringen gemeinsam aus dem linken Hauptstamm. Weil dieser kurze Abschnitt zwei der drei Gefässgebiete versorgt, wird eine Verengung hier deutlich früher als bedeutsam eingestuft.

FMH
Medizinisch geprüft
Fachärzte FMH für Kardiologie · Cardiance Group · Letzte Prüfung 2026-07
Koronarangiographie: Röntgen-Durchleuchtungsbild der Herzkranzgefässe mit kontrastgefülltem Gefässbaum und sichtbaren Seitenästen

Diese Inhalte entsprechen den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie (SGK) und der European Society of Cardiology (ESC).

02 — Verfahrenswahl

CT-Koronarangiographie oder Katheter — was ist wann sinnvoll?

Die Herzkranzgefässe lassen sich auf zwei Wegen darstellen: nicht-invasiv im Computertomographen oder invasiv über einen Katheter. Die Verfahren konkurrieren nicht — sie beantworten unterschiedliche Fragen. Ausschlaggebend ist, wie wahrscheinlich eine koronare Herzkrankheit vor der Untersuchung ist.

Kriterium CT-Koronarangiographie Invasive Koronarangiographie
Zugang
Venöse Kanüle am Arm, kein Katheter ins Herz
Arterienpunktion am Handgelenk oder in der Leiste
Dauer im Untersuchungsraum
ca. 10–20 Minuten
ca. 30–90 Minuten
Aufenthalt in der Klinik
1–2 Stunden
4–6 Stunden
Grösste Stärke
Schliesst eine koronare Herzkrankheit sehr zuverlässig aus
Beurteilt Ausmass und Behandelbarkeit von Engstellen präzise
Grenzen
Bei starker Verkalkung, Herzrhythmusstörungen oder hoher Herzfrequenz eingeschränkt beurteilbar
Invasiver Eingriff mit Punktionsstelle
Funktionelle Messung (FFR/iFR)
Nicht direkt möglich
In derselben Untersuchung möglich
Behandlung in derselben Sitzung
Nein
Ja — Stent-Implantation direkt anschliessend
Typischerweise sinnvoll bei
Niedriger bis mittlerer Wahrscheinlichkeit einer KHK, unklaren Beschwerden, jüngeren Patientinnen und Patienten
Hoher Wahrscheinlichkeit, positivem Ischämie-Nachweis, akutem Koronarsyndrom, bekannten Stents oder Bypässen

In der Praxis: Wird im CT eine bedeutsame Engstelle gefunden oder ist der Befund wegen Verkalkung nicht sicher beurteilbar, folgt die invasive Koronarangiographie als zweiter Schritt. Umgekehrt erspart ein unauffälliges CT vielen Patientinnen und Patienten den invasiven Eingriff vollständig. Welcher Weg für Sie richtig ist, klären wir im Vorgespräch anhand Ihrer Beschwerden, Vorbefunde und Risikofaktoren.

03 — Indikationen

Wann wird eine Koronarangiographie durchgeführt?

Eine invasive Koronarangiographie wird empfohlen, wenn eine bedeutsame koronare Herzkrankheit wahrscheinlich ist oder wenn eine Behandlungsentscheidung ansteht, die nicht-invasive Verfahren nicht sicher genug beantworten können.

01

Typische Angina pectoris

Belastungsabhängiges Druckgefühl hinter dem Brustbein, das in Ruhe nachlässt — bei hoher Vortestwahrscheinlichkeit direkt invasiv.

02

Auffälliges Herz-CT

Die CT-Koronarangiographie zeigt eine bedeutsame Engstelle oder ist wegen starker Verkalkung nicht sicher beurteilbar.

03

Nachgewiesene Durchblutungsstörung

Positiver Ischämie-Nachweis in Stress-Echo, Stress-MRT oder Myokardszintigraphie — die Ursache muss lokalisiert werden.

04

Akutes Koronarsyndrom

Herzinfarkt oder instabile Angina pectoris — Notfallindikation mit unmittelbarer Behandlungsoption im selben Eingriff.

05

Beschwerden nach Stent oder Bypass

Erneute Angina pectoris nach vorangegangener Behandlung — Abklärung auf Wiederverengung oder Bypass-Verschluss.

06

Vor Klappeneingriffen

Vor TAVI, Mitralklappen-Rekonstruktion oder Herzoperation gehört die Beurteilung der Herzkranzgefässe zur Standardabklärung.

07

Unklare Herzschwäche

Neu diagnostizierte eingeschränkte Pumpleistung — Abklärung, ob eine Durchblutungsstörung die Ursache ist

04 — Ablauf

Wie läuft eine Koronarangiographie ab?

Vom Eintreffen bis zur Entlassung planen Sie 4 bis 6 Stunden ein. Die eigentliche Untersuchung dauert 30 bis 90 Minuten. Sie sind während der gesamten Zeit wach und ansprechbar.

1

Aufnahme & Aufklärungsgespräch

30 Min.

Anmeldung, Kontrolle von Blutdruck, EKG und Nierenwerten, Aufklärung durch Ihre Kardiologin oder Ihren Kardiologen. Hier legen wir gemeinsam fest, ob bei einem behandlungsbedürftigen Befund direkt ein Stent gesetzt werden darf. Anschliessend venöser Zugang am Arm.

2

Lokalanästhesie & Punktion

5 Min.

Sterile Abdeckung und örtliche Betäubung am Handgelenk (radial, Standardweg) oder seltener an der Leiste (femoral). Über die Arterie wird eine kurze Schleuse eingelegt, durch die anschliessend alle Katheter geführt werden.

3

Sondierung der Herzkranzgefässe

10 Min.

Ein vorgeformter Katheter wird unter Röntgendurchleuchtung bis zum Abgang der Herzkranzgefässe geführt und dort platziert. Für die linke und die rechte Koronararterie werden unterschiedlich geformte Katheter verwendet. Sie spüren davon nichts — Gefässe haben innen keine Schmerzrezeptoren.

4

Kontrastmittel & Serienaufnahmen

+ 10 Min.

Liegt eine Engstelle im Graubereich zwischen 50 und 70 Prozent, wird ein hauchdünner Draht mit Drucksensor durch die Verengung geschoben. Er misst, wie stark der Druck dahinter abfällt — und damit, ob die Engstelle die Durchblutung wirklich behindert.

5

Optional: Stent-Implantation

+ 30 Min.

Ist eine Engstelle eindeutig behandlungsbedürftig und haben Sie zugestimmt, wird sie in derselben Sitzung mit einem Ballon aufgedehnt und mit einem Stent stabilisiert.

6

Druckverband, Nachüberwachung & Befund

2–6 h

Nach Entfernung der Schleuse wird ein Druckverband angelegt (radial 2–3 h), femoral wird meist ein Verschlusssystem angewendet, eher selten ein Druckverband angelegt. Femoral Bettruhe 2–4 h. Sie ruhen und werden überwacht. Das Ergebnis besprechen wir im Anschluss mit Ihnen; der schriftliche Befund geht an Ihre zuweisende Ärztin oder Ihren zuweisenden Arzt.

05 — Befund

Den Befund verstehen: Stenosegrad, Gefässzahl, FFR

Im Befundbericht tauchen drei Angaben immer wieder auf. Hier stehen sie in Alltagssprache.

1. Der Stenosegrad — wie eng ist die Stelle?

Angegeben wird, um wie viel Prozent der Gefässdurchmesser an der engsten Stelle reduziert ist.

Stenosegrad Bedeutung Übliches Vorgehen
unter 50 %
Wandveränderung ohne relevante Behinderung des Blutflusses
Medikamente, Risikofaktoren senken
50 – 70 %
Graubereich — am Bild allein nicht entscheidbar
Druckdrahtmessung (FFR/iFR)
über 70 %
Bedeutsame Verengung mit eingeschränkter Durchblutung
Stent oder Bypass erwägen
Hauptstamm über 50 %
Betrifft zwei Gefässgebiete gleichzeitig
Entscheid im Heart-Team

2. Die Gefässzahl — wie viele Gefässe sind betroffen?

Von einer Ein-, Zwei- oder Drei-Gefäss-Erkrankung spricht man, je nachdem wie viele der drei grossen Herzkranzarterien bedeutsame Engstellen aufweisen. Bei einer Ein-Gefäss-Erkrankung ist der Stent meist die Therapie der Wahl. Bei einer Drei-Gefäss-Erkrankung oder Beteiligung des linken Hauptstamms wird im Heart-Team — Kardiologie und Herzchirurgie gemeinsam — abgewogen, ob eine Bypass-Operation die bessere Langzeitlösung ist.

3. Die Druckdrahtmessung — behindert die Engstelle wirklich?

Ein Bild zeigt die Form eines Gefässes, nicht seine Funktion. Zwei Engstellen mit gleichem Prozentwert können sich auf die Durchblutung völlig unterschiedlich auswirken. Die Druckdrahtmessung schliesst diese Lücke: Ein FFR-Wert von 0.80 oder darunter beziehungsweise ein iFR-Wert von 0.89 oder darunter zeigt an, dass die Engstelle den Blutfluss relevant behindert und eine Behandlung sinnvoll ist. Liegt der Wert darüber, genügt in der Regel eine medikamentöse Therapie — und Sie behalten ein Gefäss ohne Stent.

Die genannten Grenzwerte entsprechen den Empfehlungen der European Society of Cardiology. Sie sind Orientierungswerte: Die Behandlungsentscheidung berücksichtigt immer auch Ihre Beschwerden, Begleiterkrankungen und Vorbefunde.

06 — Risiken

Risiken & Strahlenbelastung — transparent in Zahlen

Die diagnostische Koronarangiographie gehört zu den sichersten invasiven Eingriffen der modernen Medizin. Schwere Komplikationen treten in weniger als 1 von 1’000 Fällen auf. (Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie SGK, Registerdaten 2025)

Häufig (bis 5 %)

Selten bis sehr selten (< 1 / 1'000)

Zur Strahlenbelastung

Eine Koronarangiographie arbeitet mit Röntgenstrahlen. Die Dosis einer diagnostischen Untersuchung liegt typischerweise im Bereich weniger Millisievert — zum Vergleich liegt die natürliche Strahlenbelastung in der Schweiz bei rund 5 bis 6 Millisievert pro Jahr. Wir halten die Durchleuchtungszeit so kurz wie möglich, arbeiten mit gepulster Durchleuchtung und dokumentieren die Dosis jeder Untersuchung. Bei bestehender medizinischer Indikation überwiegt der diagnostische Nutzen das Strahlenrisiko deutlich. In der Schwangerschaft wird die Untersuchung nur bei zwingender Indikation und mit Abdomen-Abschirmung durchgeführt.

Daten der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie (SGK) sowie der European Society of Cardiology (ESC), gemittelt über zertifizierte Schweizer Herzkatheter-Zentren, Stand 2025.

07 — Kosten

Was kostet eine Koronarangiographie in der Schweiz?

Die Koronarangiographie ist in der Schweiz eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) — vorausgesetzt, es liegt eine medizinische Indikation vor. Sie tragen lediglich Franchise und Selbstbehalt.

Leistung Versicherungsklasse Typische Kosten (CHF)
Koronarangiographie ohne Stent (diagnostisch, ambulant)
Allgemein KVG
2’000 – 4’000
Koronarangiographie mit Stent (PCI, ambulant)
Allgemein KVG
4’000 – 9’000

Wichtig: Bei medizinischer Indikation übernimmt die Grundversicherung. Sie bezahlen nur Franchise (bis CHF 2’500) und Selbstbehalt (10 %, max. CHF 700/Jahr für Erwachsene). Die TARDOC-Positionen für eine diagnostische Koronarangiographie sind C05.11A + C05.11B. Eine zusätzliche Druckdrahtmessung wird separat verrechnet. Bei Fragen klärt unsere Patientenadministration die Kostenübernahme vorab mit Ihrer Krankenkasse.

08 — Ambulant oder stationär?

Same-Day-Discharge in der Cardiance Group

Über 95 % der diagnostischen Koronarangiographien führen wir ambulant durch. Sie kommen morgens, gehen am Nachmittag — ohne Übernachtung im Spital.

Patientenzimmer der Cardiance Clinic – Nachüberwachung nach ambulanter Koronarangiographie

Cardiance — Ambulant

Spital — Stationär

09 — Verfügbare Standorte

Koronarangiographie an 2 Cardiance-Standorten

Ergolz Klinik Liestal – Standort der Cardiance Group, Hammerstrasse 35

Ergolz Klinik Liestal

Nordwestschweiz · Region Basel · Baselland

Adresse

Hammerstrasse 35, 4410 Liestal

Anfahrt

8 Min. ab Bahnhof Liestal · Parkplätze vorhanden

Sprechstunden

Mo–Fr 08:00–18:00

Einzugsgebiet

Liestal · Sissach · Pratteln · Basel-Stadt · Oberbaselbiet

Cardiance Clinic Pfäffikon SZ – Standort der Cardiance Group, Zentrum Staldenbach

Cardiance Clinic Pfäffikon SZ

Zentralschweiz · Zürichsee · Kanton Schwyz (NICHT Pfäffikon ZH)

Adresse

Zentrum Staldenbach 5/7, 8808 Pfäffikon SZ

Anfahrt

5 Min. ab Bahnhof Pfäffikon SZ · Tiefgarage

Sprechstunden

Mo–Fr 08:00–17:00

Einzugsgebiet

Höfe · Ausserschwyz · Zürichsee · March · Glarus · Linthgebiet

10 — Cardiance auf einen Blick

Erste ambulante Herzklinik der Schweiz

95 %

Same-Day-Discharge — Patienten gehen am gleichen Tag nach Hause

100 %

Im Qualitätsbericht der CSS Versicherung erzielte die Cardiance Clinic 100 % und erhielt die Qualitätsstufe «EXCELLENCE» (Standort Pfäffikon)

2500 +

Eingriffe pro Jahr — Volumen-Standard für Sicherheit

48 h

Bis zum Ersttermin — werktags, ohne Warteliste

Im Qualitätsbericht der CSS Versicherung erzielte die Cardiance Clinic 100% und erhielt die Qualitätsstufe «EXCELLENCE». Dieses Prädikat steht für herausragende medizinische Qualität und Patientenzufriedenheit

11 — Nach dem Befund

Was folgt auf das Ergebnis?

Drei Wege — abhängig davon, was die Untersuchung zeigt. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen, bei komplexen Befunden im Heart-Tea

Gefässe frei

Keine bedeutsamen Engstellen.

Engstellen ohne Behandlungsbedarf

Unter 50 % oder FFR über 0.80.

Bedeutsame Stenose

Über 70 % oder FFR 0.80 und darunter.

12 — Vorbereitung

Was Sie mitbringen und beachten sollten

Vor der Untersuchung

In den ersten 24 / 48 / 72 Stunden

13 — Unser Team

FMH-Kardiologen mit Cath-Lab-Routine

Persönliche Betreuung von der Erstabklärung bis zur Nachsorge — feste Ansprechpersonen, keine wechselnden Schichten.

Prof. Dr. med. Ahmed A. Khattab, Ärztlicher Direktor und Kardiologe FMH, Cardiance Group
Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. med. Ahmed A. Khattab

FMH Kardiologie · Invasive Kardiologie · Interventionelle Kardiologie

Prof. Dr. med. et phil. nat. Rolf Vogel, Leitender Arzt Kardiologie, Ergolz Klinik Liestal
Leitender Arzt Kardiologie (Ergolz Klinik)

Prof. Dr. med. et phil. nat. Rolf Vogel

FMH Kardiologie · Interventionelle Kardiologie · dipl. Ing. ETH

Prof. Dr. med. Dai-Do Do, Angiologe FMH, Cardiance Clinic Pfäffikon SZ
Angiologie (Pfäffikon)

Prof. Dr. med. Dai-Do Do

FMH Angiologie · Interventionelle Angiologie · Duplexsonographie

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Kuck, Kardiologe FMH, Elektrophysiologie, Cardiance Group
Elektrophysiologie

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Kuck

FMH Kardiologie · Elektrophysiologie · Herzrhythmusstörungen

Vollständiges Ärzte-Team auf cardiance.com/ärzte

14 — Glossar

Begriffe aus dem Befundbericht

Die Abkürzungen, die im Bericht am häufigsten vorkommen.

RIVA / LAD

Ramus interventricularis anterior — die vordere Herzkranzarterie. Versorgt die Vorderwand und die Herzscheidewand.

RCX

Ramus circumflexus — die seitlich verlaufende Herzkranzarterie. Versorgt die Seitenwand.

RCA

Rechte Koronararterie. Versorgt die Hinterwand und häufig den Sinusknoten, den Taktgeber des Herzens.

Hauptstamm

Kurzer gemeinsamer Abschnitt vor der Aufteilung in RIVA und RCX. Engstellen hier gelten früher als bedeutsam.

Stenose

Verengung eines Gefässes, angegeben in Prozent des Durchmessers an der engsten Stelle.

FFR / iFR

Druckdrahtmessung. Zeigt, ob eine Engstelle den Blutfluss tatsächlich behindert. Grenzwerte: FFR ≤ 0.80, iFR ≤ 0.89.

Kollateralen

Natürliche Umgehungskreisläufe, die sich bei langsam wachsenden Verengungen bilden können.

Projektion

Blickwinkel der Röntgenaufnahme. Mehrere Projektionen sind nötig, weil sich Gefässäste überlagern.

PCI / Stent

Perkutane koronare Intervention — Aufdehnung der Engstelle mit Ballon und Stabilisierung mit einem Gittergerüst.

Heart-Team

Gemeinsame Konferenz von Kardiologie und Herzchirurgie zur Therapieentscheidung bei komplexen Befunden.

15 — FAQ

Häufige Fragen

Antworten kuratiert von unseren FMH-Kardiologinnen und -Kardiologen. Sie finden Ihre Frage nicht? Rufen Sie uns einfach an.

Die Herzkatheteruntersuchung ist der Oberbegriff für alle Untersuchungen, die über einen Katheter am Herzen durchgeführt werden — dazu gehören auch Druckmessungen in den Herzkammern und die Beurteilung der Herzklappen. Die Koronarangiographie ist der Teil davon, der gezielt die Herzkranzgefässe mit Kontrastmittel darstellt. Da dieser Teil bei fast jeder Untersuchung durchgeführt wird, werden beide Begriffe im Alltag oft gleichbedeutend verwendet.

Beide Verfahren haben unterschiedliche Aufgaben. Die CT-Koronarangiographie ist nicht-invasiv und eignet sich vor allem, um eine koronare Herzkrankheit bei niedriger bis mittlerer Wahrscheinlichkeit zuverlässig auszuschliessen. Die invasive Koronarangiographie ist genauer bei stark verkalkten Gefässen, erlaubt eine Druckdrahtmessung und ermöglicht als einziges Verfahren die Behandlung mit einem Stent in derselben Sitzung. Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt von Ihren Beschwerden, Vorbefunden und Ihrem Risikoprofil ab.

Die eigentliche Untersuchung dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten. Inklusive Vorbereitung und Nachüberwachung sollten Sie 4 bis 6 Stunden in der Klinik einplanen.

Als bedeutsam gilt eine Verengung ab etwa 70 Prozent des Gefässdurchmessers, im linken Hauptstamm bereits ab etwa 50 Prozent. Bei Engstellen zwischen 50 und 70 Prozent lässt sich allein am Bild nicht sicher sagen, ob die Durchblutung tatsächlich eingeschränkt ist — hier gibt eine Druckdrahtmessung (FFR oder iFR) den Ausschlag. Die Grenzwerte orientieren sich an den Leitlinien der European Society of Cardiology.

Bei der Druckdrahtmessung wird ein hauchdünner Draht mit Drucksensor durch die Engstelle geschoben. Gemessen wird, wie stark der Blutdruck hinter der Verengung abfällt. Ein FFR-Wert von 0.80 oder darunter beziehungsweise ein iFR-Wert von 0.89 oder darunter zeigt an, dass die Engstelle die Durchblutung relevant behindert und eine Behandlung sinnvoll ist. Liegt der Wert darüber, genügt in der Regel eine medikamentöse Therapie.

Eine diagnostische Koronarangiographie liegt typischerweise im Bereich weniger Millisievert. Zum Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung in der Schweiz beträgt rund 5 bis 6 Millisievert pro Jahr. Wir halten die Durchleuchtungszeit so kurz wie möglich und dokumentieren die Dosis jeder Untersuchung. Der diagnostische Nutzen überwiegt das Strahlenrisiko bei bestehender Indikation deutlich.

Eine rein diagnostische, ambulante Koronarangiographie kostet in der Schweiz typischerweise zwischen CHF 2’000 und CHF 4’000. Kommt eine Stent-Implantation hinzu, liegen die Kosten zwischen CHF 4’000 und CHF 9’000. Bei medizinischer Indikation ist die Untersuchung eine Pflichtleistung der obligatorischen Grundversicherung — Sie tragen nur Franchise und Selbstbehalt.

Nur wenn Sie vorher zugestimmt haben und der Befund es klar erfordert. Wir klären Sie vor der Untersuchung über diese Möglichkeit auf. Bei eindeutig behandlungsbedürftigen Engstellen ist die Behandlung in derselben Sitzung meist die schonendste Lösung. Bei komplexen Befunden — etwa einer Drei-Gefäss-Erkrankung — besprechen wir das Vorgehen zuerst im Heart-Team.

In der Cardiance Group müssen Sie nicht nüchtern sein. Am Morgen der Untersuchung dürfen Sie üblicherweise ein kleines Frühstück einnehmen und ausreichend trinken. Ihre regulären Medikamente nehmen Sie wie gewohnt ein — Ausnahme sind Blutverdünner (ASS darf regulär eingenommen werden). Bei Diabetes erhalten Sie individuelle Anweisungen.

Der Begriff beschreibt, wie viele der drei grossen Herzkranzgefässe bedeutsame Verengungen aufweisen: die vordere Herzkranzarterie (RIVA), die seitliche (RCX) und die rechte (RCA). Bei einer Ein-Gefäss-Erkrankung ist meist eine Stent-Behandlung die Therapie der Wahl. Bei einer Drei-Gefäss-Erkrankung oder einer Beteiligung des linken Hauptstamms wird im Heart-Team abgewogen, ob eine Bypass-Operation die bessere Langzeitlösung ist.

Erste Termine innerhalb von 48 Stunden verfügbar

Sprechen Sie mit unserem Team — Termin innerhalb von 48 Stunden

Ob Erstabklärung, Zweitmeinung zu einem bestehenden Befund oder geplanter Eingriff: Unsere Patientenadministration meldet sich werktags innerhalb eines Arbeitstages bei Ihnen. Bringen Sie vorhandene Vorbefunde mit — CT, Echo oder Belastungstest helfen uns, das richtige Verfahren zu wählen. Selbstzahler und Privatpatienten ohne Überweisung sind willkommen.

Mo–Fr · 08:00–18:00 (Pfäffikon SZ bis 17:00)

Notfall ausserhalb der Öffnungszeiten: 144 (Sanität)

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